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Editorial

Modelle für die Zukunft


Liebe Leserin, lieber Leser

«The same procedure as every year»: Durch den helvetischen Blätterwald hallt ein medialer Aufschrei, die Kostenexplosion im Gesundheitswesen wird an den Pranger gestellt. Das Fazit lautet – in Nuancen abweichend – stets gleich: So geht es nicht weiter, so schlimm war es noch nie. Ein Blick zurück zeigt: Früher war es nicht besser. Seit Jahrzehnten verteuert sich das Gesundheitswesen kontinuierlich. Die Entwicklung ist somit kein Novum. Und es wird sich künftig kaum ändern. Das macht beispielsweise die auf 2012 eingeführte Swiss DRG deutlich. Die als Wundermittel gegen die Kostenexplosion angepriesene Fallpauschale lässt ihre Heilkraft bis heute vermissen. Die primäre Frage lautet deshalb nicht, wie die monetäre Fieberkurve gestoppt werden kann, sondern wie wir damit sinnvoll umgehen und die Auswirkungen wirkungsvoll abfedern können.

Ein Vorschlag, der in diese Richtung tendiert, unterbreitete kürzlich Bundesrat Alain Berset. Sein propagiertes nationales Zentrum für Qualität soll Patienten vor medizinischen Fehlern bewahren, was zu enormen Kosteneinsparungen führen soll. Nur: Ein staatlich gelenktes Qualitätszentrum wird aller Wahrscheinlichkeit nach seitens Verwaltung mehr Geld verschlingen, als im Gesundheitswesen eingespart werden kann. Was die Umsetzung der bundesrätlichen Idee bringen würde, lässt sich relativ leicht abschätzen: mehr Programme, mehr Datenerhebungen, mehr Controlling, mehr Evaluationen, mehr Liebe Leserin, lieber Leser Publikationen. Das brächte in erster Linie mehr Bürokratie. Es erstaunt deshalb nicht, dass sich der Ärzteverband FMH und der Spitalverband H+ sehr kritisch zu Bersets Vorhaben äussern.

Alternative Modelle sind weiterhin gefragt. Ein neuer Gedankenansatz brachte jüngst Avenir Suisse ein – zumindest für einen Teilbereich, der Umverteilung von Pflegekosten. Der Think Tank regt die Bildung eines obligatorischen Pflegekapitals vor – eine Art AHV für Pflegebedürftige. Die angesparten Mittel wären im Pflegefall einsetzbar. Staatliche Ergänzungsleistungen würden damit obsolet, womit Geld in Millionenhöhe eingespart werden könnte.

Eine andere Alternative ist das sogenannte PPP-Modell: Public Private Partnership. Die öffentliche Hand und Firmen aus der Privatwirtschaft tragen für Projekte im Gesundheitswesen gemeinsam die Verantwortung. Das kann sich mittelfristig betreffend Kosten und Qualität vorteilhaft auswirken. Wie PPP in der Praxis funktionieren kann, erläutert Beat Ammann, CEO von Seniocare. Im Interview zeigt er am Beispiel von Rheinfelden auf, wie die private Seniocare zusammen mit der Stadt partnerschaftlich und im Rahmen einer gemeinsamen AG ein neues Pflegezentrum betreiben wird – ein Modell mit Potenzial für die Zukunft.

Christoph Hämmig
Chefredaktor

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aqua pro

B2B-Plattform in der Schweiz für Fachkräfte des globalen Wasserkreislaufs

Datum: 04.-06. Februar 2026

Ort: Bulle (CH)

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Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und analytica conference

Datum: 24.-27. März 2026

Ort: München (D)

Techtextil

Internationale Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe

Datum: 21.-24. April 2026

Ort: Frankfurt am Main (D)

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Die Fachmesse PFLEGE PLUS bringt Fachbesucher mit ausstellenden Unternehmen, Branchenverbände sowie Experten des Pflegemarkts zusammen.

Datum: 05.-07. Mai 2026

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Führende Messe für Prozesse und Verpackung

Datum: 07.-13. Mai 2026

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ArbeitsSicherheit Schweiz

Fachmesse für Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz

Datum: 20.-21. Mai 2026

Ort: Zürich (CH)

MedtecLIVE with T4M

Fachmesse für die gesamte Wertschöpfungskette der Medizintechnik

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all about automation

Fachmesse für Industrieautomation

Datum: 26.-27. August 2026

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Ilmac Lausanne

Networking. Forum. Aussteller

Datum: 23.-24. September 2026

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DER BRANCHENTREFFPUNKT MIT RELEVANTEN GASTRO-TRENDS

Datum: 18.-21. Oktober 2026

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Fachmesse für Nahrungsmittel-Innovationen

Datum: 17.-21. Oktober 2026

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ALL4PACK EMBALLAGE

The global marketplace for Packaging Processing Printing Handling

Datum: 23.-26. November 2026

Ort: Paris (F)

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Internationale Zuliefermesse für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Datum: 23.-26. März 2027

Ort: Köln (D)

Achema

Internationale Leitmesse der Prozessindustrie

Datum: 14.-18. Juni 2027

Ort: Frankfurt am Main (D)

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Weltweit führende Fachmesse für Drucktechnologien

Datum: 09.-17. Mai 2028

Ort: Düsseldorf (D)

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