Das Kantonsspital Winterthur und Pistor zeigen, wie die Logistikprozesse im Spital optimiert werden können. © KSW, PISTOR

Das Kantonsspital Winterthur und Pistor zeigen, wie die Logistikprozesse im Spital optimiert werden können. © KSW, PISTOR

Die Prozesse im Spital vereinfachen

Publiziert

Das Kantonsspital Winterthur hat mithilfe des Logistikers Pistor die Prozesse verschlankt.

Die Spitallogistik-Lösung von Pistor soll den Mitarbeitenden ermöglichen, sich auf ihre Kernaufgabe zu konzentrieren: die Pflege und Betreuung von Patientinnen und Patienten. Dadurch kann bei gelungener Organisation der Prozesse die Patientensicherheit des Spitals erhöht werden, das Pflegepersonal entlastet und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden.

In einer Logistikabteilung eines Spitals liefern täglich unzählige Lieferanten Produkte an. Diese Lieferungen lagern dann die Logistikmitarbeitenden fachgerecht ein. Ebenso hoch ist die Zahl der Bestellungen, die sie tätigen – schliesslich dürfen keine Engpässe entstehen. Etliche Lieferscheine müssen kontrolliert, Rechnungen kontiert und verbucht werden. Für diese Struktur bietet der Logistiker Pistor eine Reihe von Dienstleistungen an: 

Operativer Einkauf

Während das Spital den strategischen Einkauf für die medizinische Versorgung in der Regel weiterhin selbst organisiert, kann Pistor das Spital im operativen Einkauf komplett entlasten. Das Spital entscheidet in der Regel, welcher Lieferant welche Produkte zu welchem Preis liefern darf, mit Unterstützung der Beschaffungsexperten von Pistor. «Während früher die Lieferung von Stationsmitarbeitenden abgeholt wurde, wird sie heute von Logistikern auf die Abteilungen gebracht. Und sie bewirtschaften damit gleichzeitig das Warenlager», sagt Christian Schüder, Leiter Betrieb des Kantonsspitals Winterthur (KSW) und ergänzt: «Unser Pflegepersonal ist entlastet und kann sich noch besser auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.»

Operative Beschaffung und Finanzierung durch Pistor

Pistor lagert die Produkte an seinem Hauptsitz in Rothenburg ein und lagert die Sicherheitsbestände gemäss der Spital-Vorgaben. Pistor pflegt aktive Lieferantenbeziehungen und kauft die Artikel zu den vom Spital verhandelten Konditionen ein. Dadurch werden in der Regel Ressourcen im Logistikbereich des Spitals frei für die weitere Optimierung der strategischen Beschaffung. Im KSW läuft die operative Beschaffung und Disposition über Pistor. Aktuelle Stammdaten und Bestände im Lager werden täglich via Schnittstelle ausgetauscht. Möglich machen dies ausgeklügelte Logistik- und IT-Systeme, die dank hoher Standardisierung sehr effizient arbeiten.

Lagerung durch Pistor

Pistor verfügt über langjährige Erfahrung entlang der ganzen Wertschöpfungskette im Lebensmittelbereich, bei Non-Food sowie auch im Vertrieb von medizinischem Verbrauchsmaterial. Das Unternehmen disponiert die Artikel nach dem FEFO-Prinzip. FEFO soll sicherstellen, dass das Produkt mit dem kürzesten Verfallsdatum zuerst auf den Markt gebracht wird. Das Prinzip hilft auch dabei, dass die Produkte, die im Spital ankommen, eine ausreichende Resthaltbarkeit haben. Zudem besitzt Pistor seit dem Jahr 2020 die Grosshandelsbewilligung für Arzneimittel von Swissmedic und verfügt über ein GDP-zertifiziertes Care-Center und Transportsystem.

Bestellen leicht gemacht

Das umfassende Pistor Produktsortiment für Küche, Hauswirtschaft und medizinische Versorgung wird benutzerfreundlich über das spitaleigene Bestellsystem geordert. In den Stationslagern erfasst die Versorgungslogistik den Bedarf per Scanner. Sämtliche Bestelldaten werden via Schnittstelle an Pistor übermittelt. Der vereinfachte Prozess entlastet die Spitallogistik und das Einkaufspersonal.

Flexibel und effizient geliefert

Mit Drei-Zonen-Fahrzeugen kann Pistor verschiedene Produktkategorien in der selben Lieferung kombinieren, beispielsweise Non-Food, Chemie und Care, und so die Umwelt schonen, da weniger Fahrten nötig sind. Die Gesamtlieferung ist bereits für die einzelnen Stationen vorkommissioniert. Angeliefert wird individuell an das Zentrallager oder direkt auf die Stationen. Dies spart wertvolle Ressourcen in der Warenannahme des Spitals und senkt die Lärmemissionen.

Die Produkte werden beispielsweise für das KSW auf Rollbehältern bei Pistor im Care-Center direkt für die einzelnen Stationen vorbereitet und exakt nach spitalinternen Tourenplänen beladen. Somit ist kein Zentrallager mehr notwendig. Die dadurch frei werdende Lagerfläche kann für wertschöpfende Tätigkeiten genutzt werden. Das KSW bestellt zwei Mal täglich und wird jeweils am Morgen und Abend sowie am Samstagmorgen beliefert. Durch die kurzen Abstände zwischen Bestellung und Auslieferung bleibt das Lager auf den Stationen schlank.

Papierloser Datenaustausch durch Pistor

Sowohl der Einkauf als auch die Buchhaltung werden durch die digitalen Prozesse entlastet. QR-Codes, elektronische Lieferscheine und Rechnung sorgen für eine bessere Übersicht. Zu jedem bestellten Artikel sind die Angaben über Chargen-Nr. und MHD auf dem Lieferschein ersichtlich.

Die EDI-Schnittstelle ermöglicht den direkten Datenaustausch in das ERP-System des Spitals. Für die Umsetzung steht das IT-Team von Pistor zur Verfügung.

Care-Automation

Das Hochleistungs-Shuttlesystem von Pistor fokussiert auf die kleinste Verkaufseinheit. Die ausgeklügelten Ein- und Auslagerungsstrategien der Care-Automation basieren auf standardisierten Tablaren mit jeweils nur einem Artikel derselben Charge. Dies ermöglicht die vollautomatische Kommissionierung, die garantiert, dass die richtigen Artikel in der korrekten Menge zusammengestellt werden. Schnelle Durchlaufzeiten ermöglichen die Verarbeitung von kurzfristigen Bestellungen, damit können die Artikel trotzdem rechtzeitig für Ihre Liefertour ausgelagert werden.

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Bezugsquellenverzeichnis